Jennifer Saro, bekannt aus der Bachelorette, durchlebt mit ihrem zweijährigen Sohn "Keksi" eine neue, akute Phase der Sorge. Der Junge leidet am seltenen Prader-Willi-Syndrom, einem Gendefekt auf Chromosom 15, der geistige, sprachliche und körperliche Einschränkungen mit sich bringt. Nun eskalierten die Krampfanfälle, was die Ärzte dazu veranlasste, ein Epilepsie-Medikament zu verschreiben. Ein Schritt, den Saro zunächst zögernd akzeptierte, doch die Gefahr von Hirnschäden und das Risiko eines plötzlichen Epilepsie-Todes (SUDEP) ließen ihr keine Wahl. Ihre Verzweiflung über "geringe Wahrscheinlichkeiten", die sich in ihrem Leben immer wieder bewahrheiten, teilt sie offen mit ihrer Community auf Instagram und stellt klar: "Also kann ich das mit diesem ,Die Wahrscheinlichkeit ist gering’ nicht mehr hören."

Parallel zur emotionalen Achterbahnfahrt der alleinerziehenden Mutter hat nun Nicolas Lazaridis, besser bekannt als YouTuber Inscope21, sein langes Schweigen gebrochen. Nach wiederholten öffentlichen Vorwürfen von Saro, er würde sich nicht um seinen Sohn kümmern, räumt der Internet-Star mit über 2,7 Millionen Abonnenten auf Instagram ein: „Ja, ich bin kein perfekter Vater.“ Ein Geständnis, das tief blicken lässt. Er gesteht, „einiges versäumt“ zu haben und die Situation nicht sofort „hinbekommen“ zu haben, da er erst in seine neue Aufgabe als Vater hineinwachsen musste. Gleichzeitig wehrt er sich vehement gegen die Unterstellung, er würde sein Kind aufgrund der Behinderung verstoßen, und betont, dass er Themen rund um seinen Sohn bewusst nicht öffentlich gemacht habe.
Dieses Muster aus öffentlicher Anschuldigung und darauffolgender, teils reumütiger, teils verteidigender Reaktion ist im Reality-Kosmos bekannt. Inscope21s Statement, er arbeite daran, „meiner Rolle so gut wie es geht in allen Belangen nachzukommen“, zeigt den Druck, dem öffentliche Personen in privaten Familiendramen ausgesetzt sind. Er plant, das Thema weiterhin privat zu halten, mit dem Ziel, „ein gutes Verhältnis mit der Mutter und meinem Kind aufzubauen.“ Ein Balanceakt zwischen Selbstschutz und dem Versuch, das Fremdbild zu korrigieren, während Jennifer Saro den täglichen Kampf um die Gesundheit ihres Sohnes öffentlich austrägt.
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