Das Finale von "Germany's Next Topmodel" 2026 ist entschieden: Aurélie Carina (21) aus Pulheim und Ibo Bodi (21) aus Münster sind die neuen Topmodels. Doch ihr Triumph, inklusive jeweils 100.000 Euro Preisgeld und einem Cover auf der deutschen "Harper’s Bazaar", wurde durch eine massive Panne vorab geleakt. Bereits einen Tag vor der offiziellen Ausstrahlung am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, kursierten Bilder der Gewinner auf den Titelseiten des Modemagazins, das zu früh an Abonnenten verschickt wurde.
Bei den Frauen setzte sich die 21-jährige Flugbegleiterin Aurélie aus Pulheim gegen die 22-jährige Pflegefachkraft Anna aus den Chiemgauer Alpen und die ebenfalls aus Pulheim stammende 25-jährige Daphne durch. Aurélie hatte sich im Verlauf der Staffel bereits mehrere Jobs und ein Magazincover gesichert und überzeugte mit starker Präsenz.
Im Männerfinale überzeugte der 21-jährige Social-Media-Creator Ibo aus Münster. Er übertrumpfte den 31-jährigen Verkaufsberater Tony aus Berlin und den 34-jährigen Admin Godfrey aus Wien. Ibo, der laut Heidi Klum als höflich, cool und nervenstark gilt, hatte sich zum Ziel gesetzt, seine Familie stolz zu machen.
Das Finale, das erstmals nicht in Deutschland, sondern bereits im Februar in Los Angeles aufgezeichnet wurde, präsentierte sich mit echtem Hollywood-Glamour. Als Gäste waren Schauspielerin Sharon Stone, Schauspielerin und Sängerin Demi Lovato, Sängerin Nicole Scherzinger, die Supermodels Adriana Lima und Winnie Harlow sowie die Designer Dan und Dean Caten von Dsquared2 und Thomas Hayo dabei.
Die Vorproduktion der diesjährigen GNTM-Staffel wurde zum Verhängnis: Die entscheidenden "Harper's Bazaar"-Ausgaben, die Aurélie und Ibo auf dem Cover zeigen, wurden einen Tag vor dem Finale postalisch zugestellt. Abonnenten teilten die Bilder umgehend online, was den Ausgang der Show vorab enthüllte.
ProSieben reagierte auf den Vorfall mit einer bemerkenswerten Aussage von Sendersprecher Christoph Körfer: "Es gibt viele Strategien von ProSieben und seinen Partnern, um Spekulationen anzuheizen. Das ist eine davon." Eine Erklärung, die als klares PR-Manöver gewertet werden kann, um den entstandenen Buzz gezielt zu nutzen.
Heidi Klum selbst zeigte sich vorab nicht begeistert von der Vorproduktion. Sie äußerte gegenüber der "Gala": "Ich liebe es mehr, wenn es live ist und wollte auch, dass dieses Finale wieder live sein würde." Dennoch habe sie sich dem Senderwunsch gefügt und fand das Ergebnis "gut geworden und anders". Ob ihre Meinung nach dem Spoiler unverändert ist, bleibt offen.
Der Vorfall wirft die Frage auf, wer von einem solchen Leak profitiert. Für ProSieben könnte es eine bewusste Strategie sein, um die Aufmerksamkeit rund um das Finale zu maximieren – ein kalkulierter "Beef", der Gesprächsstoff liefert. Ein vorzeitiger Leak generiert zweifellos Medienpräsenz, könnte aber auch die Spannung für viele Zuschauer mindern. Für die Gewinner Aurélie und Ibo bedeutet es einen Start in die Modelkarriere, der bereits vor der Ausstrahlung in aller Munde war – ein doppelter PR-Coup oder ein ungewollter Makel? Neben dem Cover und dem Preisgeld von jeweils 100.000 Euro wartet auf die beiden nun die Herausforderung, sich in der Modelwelt zu etablieren.
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