Für RTL ist es ein echtes Debakel: Die aktuelle Staffel von „Die Bachelors“ erweist sich als massive Quoten-Enttäuschung und hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die jüngste Folge am Mittwochabend lockte gerade einmal 0,58 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Fernseher. Das entspricht einem absolut katastrophalen Marktanteil von nur 3,1 Prozent.
Besonders bitter wird dieser Wert, wenn man ihn in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen betrachtet. Hier kam die Datingshow auf einen mickrigen Marktanteil von 5,3 Prozent. Für einen Sender der auf diese Zielgruppe angewiesen ist, sind solche Zahlen ein klares Zeichen dafür, dass das Format die Menschen einfach nicht mehr erreicht.

Um das ganze Ausmaß des Absturzes zu verstehen, hilft ein Blick in die Vergangenheit. Als Paul Janke 2012 als Bachelor auf Liebessuche ging, schalteten regelmäßig fast fünf Millionen Menschen ein. Von solchen Traumquoten kann RTL heute nur noch wehmütig träumen. Der einstige Quotengarant ist zu einem Sorgenkind im Programm geworden.
Die aktuelle Situation ist für den Kölner Sender aber nicht nur enttäuschend, sondern regelrecht beschämend. Der Vergleich mit der Konkurrenz macht das Problem überdeutlich: Am selben Abend erzielte selbst der Sender 3sat bessere Werte und ließ RTL damit im direkten Vergleich alt aussehen. Das ist ein Schlag ins Gesicht für das einstige Flaggschiff der Reality-Unterhaltung.
Das Experiment, mit zwei Bachelors gleichzeitig ins Rennen zu gehen, scheint damit grandios gescheitert. Statt für doppeltes Interesse zu sorgen, hat die Neuerung offenbar das Gegenteil bewirkt und die verbliebenen Fans eher abgeschreckt. Die einst so sichere Bank im RTL-Programm ist zur Baustelle geworden, deren Zukunft ungewisser ist als je zuvor.
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