Cathy Hummels ist bekannt für viele Dinge, doch in letzter Zeit ist es vor allem ihre klare Haltung, die sie auszeichnet. Jetzt ist der Moderatorin, die zuletzt bei „Die Verräter“ zu sehen war, aber komplett der Kragen geplatzt. Ein Werbeangebot in ihrem E-Mail-Postfach hat sie derart in Rage versetzt, dass sie dafür nur ein einziges, aber überdeutliches Wort übrig hat: „abartig“.
Der Vorfall ereignete sich kurz bevor sie das „Coca-Cola meets Bundesliga“-Event in München besuchte. Im Interview mit RTL schilderte sie sichtlich fassungslos, was nur wenige Stunden zuvor passiert war. „Ich habe die Anfrage bekommen, ob ich nicht für ein Medikament Werbung machen will, was eben Menschen beim Abnehmen hilft“, erklärte sie. Eine Anfrage, die bei vielen anderen Influencern vielleicht einfach im digitalen Papierkorb landen würde, traf bei Cathy Hummels jedoch einen extrem wunden Punkt.
Der Grund für ihre heftige Reaktion liegt in ihrer persönlichen Geschichte, die sie seit Jahren offen mit der Öffentlichkeit teilt. Cathy Hummels leidet seit langer Zeit unter einer Essstörung und hat immer wieder über ihren schweren Kampf gegen die Krankheit gesprochen. Dass ausgerechnet sie, die für einen bewussten und oft auch schwierigen Umgang mit dem eigenen Körper und der eigenen Gesundheit steht, für ein Abnehm-Präparat werben soll, ist an Taktlosigkeit kaum zu überbieten.

Diese Anfrage zeugt entweder von kompletter Unwissenheit seitens des anfragenden Unternehmens oder von einer Ignoranz, die wirklich schockiert. Für Cathy ist es ein Schlag ins Gesicht. Sie nutzt ihre Reichweite regelmäßig, um über die Gefahren von Essstörungen aufzuklären und ein gesundes, realistisches Körperbild zu fördern. Ein solches Produkt zu bewerben, würde all ihren eigenen Werten und ihrer jahrelangen, schmerzhaften Erfahrung komplett widersprechen.
Die Wut von Cathy Hummels ist daher mehr als verständlich. Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie unsensibel und rein profitorientiert manche Firmen im Influencer-Marketing agieren. Für die 38-Jährige war die Sache jedenfalls klar. Anstatt das Angebot einfach stillschweigend zu ignorieren, machte sie ihre Empörung öffentlich und setzte damit ein starkes Zeichen gegen eine Industrie, die oft die verletzliche Seite der Persönlichkeiten, die sie für ihre Werbung nutzen will, komplett ausblendet.
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